Merchandise
Steinerne Wegweiser der Inuit markieren eine neue Richtung für Olympische Souvenirs
30. November 2009

Bei meinen Wanderungen durch die weite Tundra von Nunavut freue ich mich immer besonders, wenn ich einen der menschenförmigen Inuksuk mit seinen, wie zum Willkommensgruß ausgebreiteten, Armen entdecke. Im baumlosen kanadischen Outback ist jede menschliche Form ein beruhigender Anblick, selbst wenn sie aus Stein ist. Die Künstler des Nordens haben schon immer kleine Inuksuit für den Verkauf hergestellt. Aber seit VANOC die Steingebilde zum offiziellen Maskottchen der Winterspiele 2010 gekürt hat, läuft die Bildhauerei auf Hochtouren. Zum ersten Mal hat ein Olympisches Organisations-Komitee gemeinsam mit indigenen Volksgruppen ein offiziell lizenziertes Merchandising-Konzept entwickelt und in diesem Rahmen hunderte Inkusuit bei den Bildhauern des hohen Nordens in Auftrag gegeben. Die Künstler und Künstlerinnen arbeiten mit Vorlagen und versehen jedes einzelne offizielle Olympische Souvenir mit ihrem ganz eigenen unverwechselbaren Stil. Die kleinen Inuksuit werden aus traditionell grünem oder schwarzem Stein gearbeitet und in einem speziell für die Spiele entwickelten Behälter, zusammen mit dem Namen und einer Kurzbiographie des Bildhauers verpackt. Kein einziges Stück gleicht einem anderen. „Das Projekt nutzt besonders Künstlern aus Gemeinden mit wenig Tourismus“, erklärt Brian Lunger, Manager und Kurator von Nunavuts Nunatta Sunakkutaangit Museum in Iqaluit. Es dient auch der Unterstützung des Aboriginal Youth Legacy Fund, der ein Drittel der Erlöse erhält um Projekte in den Bereichen Bildung, Sport und Kultur für junge Ureinwohner in ganz Kanada zu fördern. Die Kunst der Inuit wurzelt in einer langen Tradition der bildlichen Darstellung: Alles ― von tanzenden Walrossen bis zu entschlossen blickenden Schamanen ― wird aus... weiterlesen

Ontario,Georgian Bay - Hintergrundbild