Charaktere

Danny Boudreau: Komponist und Sänger
28. Februar 2011

in Québec

Danny Boudreau ist der Komponist und Sänger des Liedes "Tant d’histoires", dem Hauptsong zur 400-Jahr-Feier von Québec City, das 2007 im Rahmen eines Wettbewerbs ausgewählt wurde. Hier konnte sich Boudreau gegen rund 300 Mitkonkurrenten durchsetzen. Schon mit sieben Jahren begann Danny Boudreau zu musizieren, und veröffentlichte im Jahr 1994 mit "Sans Detour" sein erstes eigenes Album, dem zahlreiche folgten. Inspiriert wurde er für seine Lieder von Songwritern der 70er Jahre wie Bob Dylan und James Taylor. Derzeit absolviert Danny Boudreau eine weltweite Tournee, auf der er seine aktuellen Lieder vom Album "Danny Partys" vorstellt. "Wenn es eine Herausforderung gibt, dann die, unsere Sprache aufrecht zu erhalten", betont der Musiker, der ausschließlich auf Französisch singt und zu den erfolgreichsten frankokanadischen Interpreten Kanadas zählt.

Bild: Véronyc Vachon

Jean-François Caissy: Regisseur
28. Februar 2011

in Québec

Jean-François Caissy wuchs im Dorf Saint-Omer in Québec auf und stellte während seines Fotografie-Studiums in Matane bereits erste Werke in Galerien und Museen aus. Im Jahr 2000 nahm er an einem Film-Workshop in Amsterdam teil, der ihn nachhaltig prägte: Drei Jahre später gründete Jean-François Caissy die Produktionsfirma "Maria Films", mit der er 20005 seinen ersten Dokumentarfilm "La saison des amours" verwirklichte. Dieser wurde auf dem Rendez-Vous du Cinéma Québécois Festival in Montréal und dem Namur International Film Festival gezeigt. "La belle visite", der zweite Dokumentarfilm von Jean-François Caissy, war unter anderem beim 60jährigen Jubiläum der Berlinale im Februar 2010 zu sehen. Der Film schildert die Routine des Alltagslebens in einem Altersheim in der Québecer Region Gaspésie.

Cas Public: Tanzkompanie
28. Februar 2011

in Destination Canada

Die Québecer Tanzkompanie Cas Public wurde 1989 von Tänzerin und Choreographin Hélène Blackburn gegründet, die sich zu diesem Zeitpunkt bereits unter den zeitgenössischen Tanzkünstlern der Provinz etabliert hatte. Mit ihrer innovativen Körpersprache und der unermüdlichen Suche nach neuen Ausdrucksformen hat sich Cas Public seitdem weltweit einen Namen gemacht. Über 300 Auftritte absolvierte die Formation mit dem Stück "If You Go Down to the Woods Today" aus dem Jahre 2001, das sich erstmals gezielt an ein jüngeres Publikum richtete. Mit dem folgenden Stück "Bluebird" tourte die Tanzkompanie durch die ganze Welt. Im Februar 2006 feierte die 15. Produktion von Cas Public, "Journal intime", in Koproduktion mit dem National Arts Centre in Ottawa Premiere. Derzeit ist Cas Public mit vier aktuellen Shows in Québec und Frankreich zu sehen.

Marie Chouinard: Tänzerin und Choreografin
28. Februar 2011

in Québec

Über 50 solistische Arbeiten kreierte die Choreografin und Tänzerin Marie Chouinard, 1955 in Québec geboren, zwischen 1978 und 1990 für sich selbst, ehe sie nach erfolgreicher Solotänzer-Karriere ihr eigenes Ensemble in Montréal gründete: die Compagnie Marie Chouinard. Vor allem mit den Interpretationen von Strawinskis "Le sacre du printemps" aus dem Jahre 1993 machte die Tanzgruppe bald von sich reden und führte das Stück weltweit auf. Das berühmteste Ensemblemitglied ist Carol Prieur, die 2010 sogar zur "Tänzerin des Jahres" gewählt wurde. Marie Chouinard zählte als Solistin zu den weltbesten experimentellen Performern, und mit ihrem Ensemble setzt sie den künstlerischen Erfolgskurs auch als Choreografin fort. Neben vielen weiteren Auszeichnungen ist Marie Chouinard Trägerin des "Ordre du Canada", die höchste Ehrung des Landes für Zivilpersonen. Der Tourneeplan der Compagnie Marie Chouinard, die immer wieder in Europa gastiert, findet sich im Internet:

 

Bild: Laurence Labat

Émilie Clepper: Sängerin
28. Februar 2011

in Québec

Émilie Clepper wurde in eine Familie aus Sängern und Songschreibern hinein geboren: Ihr Vater ist der aus Texas stammende Musiker Russell Clepper, der die Werke seiner Tochter bis heute stark beeinflusst. Das erste Album der Folksängerin aus Québec von 2008 trug den Titel "Things May Come" und wurde, wie auch das folgende Label "What You See", von den Kritikern hochgelobt. Mit ihrem melancholischen, tiefgründigen Gesang hat sich Émilie Clepper nicht nur in ihrer Heimatprovinz bereits eine feste Fangemeinde erarbeitet.

Denis Côté: Filmemacher
28. Februar 2011

in Québec

Der 1973 geborerne Denis Côté begann seine künstlerische Laufbahn in der Underground-Musikszene von Montréal, arbeitete anschließend einige Jahre als Radiomoderator und Filmkritiker und absolvierte am Collège Ahuntsic von Montréal ein Filmstudium. Im Jahr 2005 drehte Denis Côté seinen ersten Langfilm "Les Etats nordiques", mit dem er prompt den Goldenen Leoparden des Internationalen Filmfestivals von Locarno gewann. Innerhalb kurzer Zeit hat sich Denis Côté als zentrale Figur in der Québecer Filmwelt etabliert und innerhalb von fünf Jahren fünf Filme gedreht. Dabei setzt er auf kleine Budgets, viel Improvisation und den Einsatz von Laiendarstellern. Seit 2001 ist Denis Côté Vize-Präsident des Québecer Verbundes der Filmkritiker (AQCC). 2013 erhielt er  für seinen Film "Vic + Flo ont vu un ours"  den silbernen Bären auf der Berlinale.

Hélène Dorion: Poetin
28. Februar 2011

in Québec

Die 1958 in Québec geborene Dichterin Hélène Dorion hat bis heute rund 20 Gedichtbände veröffentlicht, die in 15 Ländern erschienen sind und vielfach ausgezeichnet wurden. Die Académie Mallarmé ehrte 2005 das Gesamtwerk von Hélène Dorion. Für ihre Gedichtsammlung "Le hublot des heures" erhielt sie im Jahre 2009 als erste Québecerin den renommierten Charles-Vildrac-Preis des französischen Literaturverbandes SGDLF, der von Persönlichkeiten wie Honoré de Balzac und Victor Hugo mit gegründet wurde. Auch in Deutschland ist Hélène Dorion regelmäßig zu Gast und stellt Québecer Literatur vor. Fans der Poetin können sie auf der internationalen Plattform lyrikline erleben, wo sie ein Dutzend ihrer Gedichte selbst liest.

Bernard Émond: Regisseur
28. Februar 2011

in Québec

Der 1951 in Montréal geborene Regisseur Bernard Émond arbeitete zunächst als Dokumentarfilmer, bevor er sich ab dem Jahr 2000 auch dem Spielfilm zuwandte. Dabei gilt Bernard Émond nicht als filmtechnischer Ästhet, sondern er stellt die Geschichten und ihre Figuren in den Mittelpunkt seiner Filme. Mit dem Regisseur Benoît Pilon schrieb er das Drehbuch zum vielfach preisgekrönten Streifen "Ce qu’il faut pour vivre". Beim Filmfestival von Locarno wurde Bernard Émond im Jahr 2009 mit drei Preisen ausgezeichnet, darunter für seinen Film "La donation" aus dem gleichen Jahr, bei dem er für Drehbuch und Regie verantwortlich zeichnete. "La donation" spielt in Montréal sowie in einer Kleinstadt in der Region Abitibi-Témiscamingue.

Bild: Michel Hafner, IMDb (www.imdb.de/media)

Gilles Gobeil: Komponist
28. Februar 2011

in Québec

Der in Montréal lebende Klangkünstler Gilles Gobeil gehört zu den bedeutendsten elektroakustischen Komponisten weltweit. Er selbst vergleicht seine Arbeit mit der eines mittelalterlichen Steinmetz, der das Material an Bruchstellen prüft. Gilles Cobeil bevorzugt kantige, klar konturierte Formen, die Dynamik von Spannung und Entspannung, und untermalt seine Werke mit extremen akustischen Texturen. Seine Werke wurden bei zahlreichen internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, darunter in Bourges und bei der Ars Electronica. Seine DVD-Audio "Trilogie d’ondes" gewann den "Prix Opus" des Conseil Québécois de la Musique (CQM) als "Bestes Album 2004-05", und auch die CD "Le contra" wurde in dieser Kategorie nominiert. Seit 1992 hält Gilles Gobeil eine Professur am Collège de Drummondville in Québec.

Yannick Nézet-Séguin: Dirigent
28. Februar 2011

in Québec

Der 1975 in Montréal geborene Dirigent Yannick Nézet-Séguin zählt zu den erfolgreichsten Nachwuchskünstlern der Welt. Bereits während seiner Studienzeit, die er am Konservatorium zu Québec sowie am Westminster Choir College in Princeton absolvierte, übernahm er die Leitung eines Ensembles. 1997 wurde Yannick Nézet-Séguin zum Musikdirektor der Oper in Montréal berufen, drei Jahre später zum Chefdirigent und künstlerischen Leiter des Orchestre Métropolitain du Grand Montréal. Im Jahr 2012 übernimmt er die musikalische Leitung des Philadelphia Orchestra und wirkt bis dahin beim Rotterdam Philharmonic Orchestra. In Fachkreisen gilt Yannick Nézet-Séguin als "brillantes Chamäleon", als ein Musiker, der unterschiedlichste Repertoires beherrscht. Als Lehrmeister stark beeinflusst hat ihn der italienische Meister-Dirigent Carlo Maria Giulini (1914-2005).

Ontario,Georgian Bay - Hintergrundbild